Eine flotte und verzwickte Verwechslungskomödie präsentierte der Theaterverein Nordendorf seinem Premierenpublikum mit der Uraufführung des Stücks „Immer diese Schwiegermütter“ von Beate Irmisch. Im vollbesetzten Bürgersaal in Nordendorf brandete bereits nach den Begrüßungsworten von Spielleiter und Vorstand Frank Leib lautstarker Beifall auf, als die Zuschauer einen ersten Blick auf das opulent ausgestatte Bühnenbild werfen konnten.

 

Mit der Verlobung ihrer Tochter Emma (Johanna Leib) mit dem berühmten aber schon etwas in die Jahre gekommenen Tenors Gernot von Zitzewitz (Josef Scheller) erfüllt sich für Walburga Hoppenstett (Verena Flatscher) ein Traum und so reist sie schon einen Tag früher als vereinbart an, damit die geplanten Feierlichkeiten auch reibungslos über die Bühne laufen. Dies veranlasst das gemütliche und beschauliche Hausmädchen Frieda (Evi Hofmann), die temperamentvolle Schwiegermutter für die Köchin zu halten. Als die von Walburga heimlich eingeladene und sehr hungrige Verwandtschaft Käthe und Blasius Brandlinger-Hoppenstett (Mary und Elmar Leib) erscheinen, nehmen die Verwechslungen fahrt auf...

Spielleiter Frank Leib und Lydia Biener haben mit der Rollenbesetzung wieder voll ins Schwarze getroffen. Der begeisterte Applaus der Zuschauer machte deutlich, dass die Akteure, egal ob sie wie Verena Flatscher und Johanna Leib zum ersten Mal oder wie Elmar und Mary Leib bereits zum 71. und 51. Mal, gekonnt in ihre Rollen geschlüpft sind, die Charaktere mit viel Spielwitz und hohem Niveau verkörpern und ihrem Publikum einen kurzweiligen, lustigen und sehr unterhaltsamen Abend beschert haben.

Unterstützt wurden sie dabei von Elke Stimpfle als Souffleuse und von Petra Flatscher und Heidi Wiest als Inspizienten. Optisch auf das der Rolle entsprechende Alter getrimmt wurden sie von Lisa Kastner und Brigitte Kessinger in der Maske sowie von Christian Nern und Michael Tauch an der Licht- und Ton-Technik. Das opulente Bühnenbild wurde gestaltet von Hermann Huber, Peter Kastner, Beate Sailer, Andi Sulek und dem Bühnenmaler Michael Weglehner.